Du bist ein großer Junge und du willst es lange und hart? Wir haben da etwas für dich. Hier kommt dein Cockring! Den Cockring gibt es in Silikon und Metall. Es liegt bei dir. Und glaub nicht an das, was deine Mutti dir sagt: Stehparty ist nicht langweilig. Nicht mit Cockring. Deshalb: Schluss mit Langeweile: Kauf dir den Cockring, jetzt!

Eine runde Sache

Die gute Nachricht zuerst: Mit einem Cockring schrumpft das Risiko beträchtlich, dass euch das Telefon stört. Wir finden: „Schrumpfen“ ist – im Zusammenhang mit „Telefon“ ein gutes Stichwort. Für Abhilfe sorgt ein Cockring. Für die Spätfolgen können wir aber nicht garantieren: „Wenn du diese Videobotschaft siehst, hast du noch sieben Tage zu leben.“ Das war 2002. Der „Ring.“ Nein, nicht der eine sie alle zu knechten, einfach „Ring“. Ganz ohne Penis. Dafür mit Grusel. Der „Ring“ ist ein Horrorfilm, bei dem es um ein Video geht. Am Ende des Bandes klingelt ein Telefon und dann gibt es die Ansage, dass die Lebensuhr tickt. Wir finden: So gruselig ist das doch gar nicht, und im Zweifel hilft ein Penisring weiter.

Der Cockring ist eine lebensverlängernde Maßnahme. Nicht für jeden, nicht bei Horrorfilmen, aber frag mal deinen Penis. Praktisch ist: Deinen Cockring gibt es aus Silikon. Wenn du ihn grade nicht brauchst, um einen besseren Eindruck zu machen, dehnst du ihn einfach um deinen Telefonhörer herum. Nein, nicht in der Länge. So, dass du das Telefon leichter zwischen dein Ohr und der Schulter einklemmen kannst. Du hast Recht, das klingt antiquiert, funktioniert aber prima. Vor allem im Büro. Man hat beide Hände frei, um Kaffee zu trinken. Nach dem Telefonieren und bevor du mit der neuen Kollegin im Kopierraum verschwindest, ziehst du den Cockring vom Telefon ab und überredest deinen Penis zu einer Stehparty. Und? Das klingt gut. Ja, und wir wissen genau worüber wir reden.

Das ziert den Mann

Für den Fall, dass du deinen Cockring aus härteren Materialien bevorzugst, empfehlen wir Edelstahl: pflegeleicht, bissecht und Nahkampf erprobt. Das stimmt wirklich. Du kannst deinen Cockring um den Hals tragen. Stopp! An einem Lederband natürlich – das war ja mal grade noch rechtzeitig – und schon spricht du eine sehr deutliche Sprache im Blick auf das Maß deiner inneren Werte. Der Bonus: Ein Griff und du stehst nicht mehr allein in dem Fall, dass es in einer der finsteren Gassen zu eng werden könnte.

Ideal ist so ein Cockring zudem, falls du ein Gewand für das nächste Spectaculum suchst: Kettenhemden, knielang und mit Ärmeln, brauchen etwa 10.000 Ringe. Wäre das also ein Vorschlag für dich, lass es uns rechtzeitig wissen. Wir machen dann eine Sonderschicht in der Schmiede. Der Vorteil von Cockringen liegt zudem auf der Hand: Du brauchst Kettenfett anstelle des Gleitmittels. Vorsicht: „Wir können dich hören!“ (Denk an die Sache mit dem Video).

Pflegenotstand? Nein danke!

Tatsächlich ist es auch bei einem Cockring eine gute Idee, an Gleitgel zu denken. Du solltest dir zudem einen Toyreiniger mit in dein Päckchen legen. Entscheidest du dich für einen Cockring aus Silkon, ist es wichtig, dass du ein wasserlösliches Gleitmittel nimmst. Der Merksatz lautet „Silikon mit Silikon geht gar nicht“. Es ist schließlich nicht Sinn eines Cockrings, als klebrige Masse in deinem Mülleimer zu enden. Dass Wasser und Seife nicht die richtige Wahl sind, um deinen Cockring zu pflegen, hatten wir auch schon erwähnt. Jetzt ist es an dir: Ob fürs Kettenhemd, am Telefon oder den Nahkampf. Hier ist dein Cockring. Du musst ihn nur kaufen. Tu es einfach. Cockring kaufen. Jetzt.

Cockringe sind ein Thema für sich. Zugegeben, bei uns hat jede Kategorie ihr eigenes Thema, aber der Cockring ist anders: Das fängt schon mit dem Tierschutz an. Man kann ja alles mögliche an einen Ring binden: Ehe- und sonstige Partner (m/w), Brustwarzen oder Hunde. Dazu wird keiner etwas sagen. Aber Hähne!?

Wer je versucht hat einem Hahn ein Halsband anzulegen, kennt die heftige Gegenwehr, zu der ein Gockel fähig ist. Und – bevor du fragst: Nein, wir habe es nicht selbst probiert. Aber wir haben uns bei jemand erkundigt, der sich mit so etwas auskennt. In der Nachbarschaft gibt es einen Hühner-Freak! Das ist eine tolle Sache, denn unsere Frühstückseier kommen von Hühnern, die sind so glücklich, denen scheint noch vor dem Aufstehen die Sonne auf den gefiederten Bauch.

Lange Leine: Blick in die Geschichte zeigt alternative Lösung für Hausmeister und Bullen

Damit das auch zuverlässig klappt, haben die Hühner einen Hahn – du siehst, wir kommen zum Thema – und so kamen wir auf den Gedanken, einfach zu fragen, wie es denn für die Federviecher so ist, mit einem Cockring zu leben. Die Antwort war niederschmetternd: Hähne mögen keine Ringe außer am Fuß. Da sind sie dann Pflicht, sagt unser Nachbar. Und jetzt stehen wir da. Außerdem, findet der Nachbar, hätten wir da bestimmt etwas falsch verstanden: Sprach er und verschwand in seinem Kuhstall. Nach einer Weile hat er uns dann nachkommen lassen und siehe da: Die Bullen haben einen Cockring. Den tragen die halt durch die Nase. Aber das macht unsere Kollegin in der Buchhaltung auch. Was lernen wir daraus? Cockringe sind enorm flexibel. Das ist kein Wunder: Es gibt den Cockring auch aus Silikon.

In der Antike wäre das eine praktische Sache gewesen. Die Römer zum Beispiel waren bekannt dafür, ihre Hausmeister an die Türschwellen zu ketten. Mit einem Ring aus Silikon hätte der Ärmste ein bisschen mehr Auslauf bekommen. Schließlich ist Silikon dehnbar und so wären die römischen Hausmeister zu den Erfindern der Rückhol-Leine geworden. Das hat aber wohl nicht sollen sein.

Wegweisend: Ritterspiele mit Ringen boten Lichtblick in finsterer Zeit

Wo wir eben über das „Rückholen“ sprechen: Ringe verdanken einen Teil ihrer magischen Ausstrahlung dem Symbol der Wiederkehr. Ein Ring kennt nicht Anfang noch Ende. Rund und gut. Das wusste schon König Artus. Das war der mit den Rittern der Tafelrunde. Der Tisch war rund und wahrscheinlich war Artus der Erfinder der Penisringe. Einen Vogel hat jeder und wir kennen die Geschichte mit Lady Guinevere. Die hatte zuerst ein Verhältnis mit Ritter Lanzelot (da war der Name Programm) und später einen Keuschheitsgürtel. Es ist nicht überliefert, was zuerst erfunden war, der Penisring oder der Keuschheitsgürtel. Aber das ist ein bisschen wie bei der Frage nach dem Huhn und dem Ei.

Wusstest du übrigens, dass es im Mittelalter ein Spiel gab, das man „Ring Stechen“ nannte? Dabei wurde eine größere Zahl von Penisringen in die Bäume gehängt und dann galt es, im Vorüberreiten die Ringe mit einem Penis – will sagen: mit einer Lanze – von den Bäumen zu angeln. Was das mit den Keuschheitsgürteln zu tun hatte, können wir dir auch nicht genau sagen, aber es hat wohl einen Grund, dass es Menschen gibt, die das Mittelalter als eine „finstere Zeit“ angesehen haben.

Rheingold: Heiße Geschichten von Hexen und Helden in Höhlen und Hosen

Wo wir eben über „finster“ sprechen: Die Dunkelheit zählt zu den uralten Ängsten der Menschheit. Als entsprechend mutig wurden diejenigen Helden angesehen, die sich nicht zu schade waren, es aufrecht mit den Schrecken aufzunehmen, die in finsteren Höhlen lauert. Oder eben nicht. Für den Fall, dass keine Schrecken gelauert haben, haben sie es bestimmt nicht verraten; das wäre schließlich nicht gut für ihr Image gewesen. Stellt euch vor: Jung Siegfried geht in die Höhe, findet den Ring, kommt wieder heraus und heiratet Hagen. Was wäre das denn für eine Geschichte?! Daher die Sache mit dem Drachen, dem Lindenblatt und dem Penis. Das glaubst du nicht? Da staunst du?! Das kann man alles bei Sigmund – dem Penis – Freud nachlesen.

Hoch spannend ist übrigens auch eine entsprechende Deutung der deutschen Volksmärchen: Wenn du bislang geglaubt hattest, die Hexe hätte sich damit begnügt, dass Hänsel einen Finger durch die Gitter steckt, irrst du gewaltig. Das war auch kein Käfig, wie irrtümlich berichtet, das war ein Glory Hole. Sagt dir nichts? Frag Tante Gugel. Zurück zu den Hähnen.

Frisch von der Insel: „Kamillentee“ oder „Ein Pferd, ein Königreich für ein Pferd!“

Wir wissen natürlich auch, dass es die Briten waren, die auf den Gedanken gekommen sind, einen unschuldigen Penis als „Cock“ zu bezeichnen. Diese Tatsache werten wir als ein weiteres Indiz für unsere Theorie, dass König Artus als Erfinder der Cockringe anzusehen wäre. Was wir nicht herausgefunden haben ist, was das Inselvölkchen zu diesem Vergleich getrieben hatte. Für ihr Essen sind die Briten nicht eben bekannt, aber hättest du davon gehört, dass der durchschnittliche Brite beim Sex kräht?! Immerhin, böse Zungen behaupten, dass die aktuelle Lebensgefährtin des Noch-und Langzeit-Thronfolgers schnauben und wiehern könne. Bewiesen ist das aber nicht. Wir merken uns einfach: Cockringe sind mystisch. Und wenn du den Mythos willst, etwa, um immer wieder in dunkle Höhlen zu kriechen oder möglichst standhaft den Drachen zu suchen, bist du nun an der richtigen Stelle. Wir haben den Cockring für Helden. Deinen Cockring. Du musst auch nicht wiehern, du musst ihn nur kaufen. Tu es einfach: Cockring kaufen. Drei – zwei – eins. Jetzt!